HANDCHIRURGIE
Der Mensch arbeitet täglich mit seinen Händen. Sie sind immer sichtbar und sein ständiger Begleiter. Hände haben die Bedeutung eines Sinnesorgans, mit denen wir die Welt ertasten und begreifen lernen. Probleme mit den Händen, ob funktioneller oder ästhetischer Art, werden deshalb als besonders störend und einschränkend empfunden. So feinmotorisch und mannigfaltig wie die Funktionen der Hand, so präzise und anspruchsvoll sind die Techniken, welche heute in der Handchirurgie angewendet werden.
Die Handchirurgie hat sich in den Vierzigerjahren des 20. Jahrhunderts zu einer eigenständigen Disziplin der Chirurgie entwickelt. Während es in den Anfangsjahren mehrheitlich um die Behandlung von Verletzungsfolgen und Infektionen ging, kamen später immer komplexere, auch krankheitsbedingte Behandlungen zum Einsatz. Immense Fortschritte sind seit anfangs der Siebzigerjahre insbesondere durch die Einführung der Mikrochirurgie gelungen. Die heutigen Operationsmethoden ermöglichen, beeinträchtigte anatomische Strukturen erfolgreich zu rekonstruieren und dabei sowohl der Funktionalität wie auch der Ästhetik Rechnung zu tragen.
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