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HALS-, NASEN- UND OHRENCHIRURGIE


Der Kopf ist ein zentrales Organsystem, das uns für einige der wichtigsten Sinneswahrnehmungen wie Hören, Riechen, Schmecken und Sehen dient. Sind diese sinnlichen Funktionen beeinträchtigt, reduziert sich die Lebensqualität des Menschen beträchtlich. Die Ursachenforschung bei Störungen dieser Funktionen führte schon Hippokrates auf abenteuerliche Wege. Er definierte zum Beispiel den Schleim, der aus der Nase tropfte, als Hirnsekret. Neueste Forschungsergebnisse führen die Überreaktion der Nase mit Austritt von aggressiven Entzündungszellen in den Schleim der Nase und Nebenhöhlen auf unsere ursprüngliche Daseinsform als Meereswesen zurück. Nur das wir heute nicht mehr im oder am Wasser leben, wo diese Überproduktion einfach weggewaschen würde, sondern in trockener Luft und staubiger Umgebung überleben müssen. Die Nase wird in unserem Reizklima bei gut 20% der Bevölkerung überfordert und wir haben „die Nase voll“.

Die Erforschung des Warums in der Hals-, Nasen-, Ohren- und Gesichtschirurgie geht Hand in Hand mit der Frage nach dem Wie. Nach der Entdeckung des Mikroskops als Operationsinstrument am Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte die Mittelohrchirurgie ihre erste Blüte. Es ging nicht mehr nur um die Behandlung von Entzündungen, sondern auch um die Erhaltung des Hörens. In Zürich verdienten sich in den letzten 50 Jahren zwei Professoren einen Weltruf in der Mittelohrchirurgie.

Beratung ist das A und O

In den 60er Jahren entwickelte eine kleine Firma in Deutschland zusammen mit einem amerikanischen Physiker das Kaltlicht-Endoskop, das die Chirurgie revolutionieren sollte. Die "Schlüssellochchirurgie" war geboren und die HNO-Heilkunde profitierte in besonderem Maße davon. Die engen und verborgenen Zielgebiete im Kopf- und Halsbereich – besonders der Nasennebenhöhlen - erschwerten die Zugangswege enorm. Mit der Kaltlichtendoskopie war es nun mehr möglich, schonende, sogenannte minimal-invasive Operationen an den Nasennebenhöhlen und am Kehlkopf durchzuführen. Diese Technik kombiniert mit verbesserten Lichtquellen, schonender Anästhesie bei tiefem Blutdruck und modernem Monitoring hat Chirurgie in diesem Bereich in den letzten 20 Jahren revolutioniert. Viele Beschwerden, welche die HNO Chirurgie behandelt, sind auch subjektiver Art und werden emotional sehr empfunden. Erst das Beratungsgespräch mit einem Spezialisten zeigt auf, wo wirkliche Verbesserungen durch die Chirurgie erreicht werden können und wo einfache pflegende Massnahmen genügen.

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